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BB 2025, 883
 

Im Blickpunkt

Abbildung 18

Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt? Sie wird – auch in diesem Jahr – von der wirtschaftlichen Flaute spürbar ausgebremst, so die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg (Presseinfo Nr. 14 vom 28.3.2025). Die Arbeitslosigkeit sei im März 2025 um 22 000 auf 2 967 000 zurückgegangen. Saisonbereinigt habe sie sich gegenüber dem Vormonat um 26 000 erhöht. Verglichen mit dem März des letzten Jahres liege die Arbeitslosenzahl um 198 000 höher. Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 6,4 %. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Quote um 0,4 Prozentpunkte. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im Februar auf 3,6 %. Die Unterbeschäftigung, die neben der Arbeitslosigkeit auch Arbeitsmarktpolitik und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit umfasst, ist danach saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 13 000 gestiegen. Sie lag gemäß der Mitteilung im März 2025 bei 3 698 000, 97 000 mehr als vor einem Jahr. Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme von Kurzarbeit stünden bis Januar 2025 zur Verfügung. In diesem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für 240 000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt – 36 000 mehr als im Vormonat und 51 000 mehr als im Januar des Vorjahres. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Februar 2025 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 10 000 gesunken. Mit 45,80 Mio. Personen ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 61 000 geringer. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von Dezember 2024 auf Januar 2025 nach Hochrechnungen der BA saisonbereinigt um 12 000 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr lag sie mit 34,81 Mio. Beschäftigten um 51 000 höher, wobei der Anstieg allein auf Personen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit beruhe. Auch die Zahl für die Arbeitskräftenachfrage sank. Im März waren 643 000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 64 000 weniger als vor einem Jahr.

Prof. Dr. Christian Pelke, Ressortleiter Arbeitsrecht

 
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