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BB 2020, 2049
 

Im Blickpunkt

Abbildung 2

Cyber-Angriffe auf Unternehmen in Deutschland verursachen laut Bundesregierung nach einer Untersuchung des Digitalverbands Bitkom aus dem Jahr 2019 Schäden in Milliardenhöhe. Durch Sabotage, Spionage oder Datendiebstahl entstehe der deutschen Wirtschaft jährlich ein Gesamtschaden i. H. v. 100 Mrd. Euro, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/21675) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/21476; s. hib-Medung Nr. 876 vom 26.8.2020). Die Bedrohungslage für die Cybersicherheit bei Unternehmen sei laut Vorlage “unabhängig von ihrer Größe heterogen”. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beobachte nahezu täglich Cyber-Angriffe auf Unternehmen aller Größen und Branchen. Demnach seien kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ebenso Ziel von Cyber-Angriffen wie Großkonzerne. Gemäß der Cyber-Sicherheits-Umfrage, die das BSI im Rahmen der Allianz für Cybersicherheit im Betrachtungszeitraum 2018 durchgeführt habe, setzten KMU im Vergleich zu großen Unternehmen durchschnittlich weniger Präventionsmaßnahmen um. Dies betreffe zum Beispiel den Einsatz von Managementsystemen. Mit den Fragen, wie sich das Management im Ernstfall verhalten muss und welchen Haftungsrisiken es ausgesetzt ist, setzen sich Kiefner/Happ in ihrem aktuellen Beitrag in diesem Heft auseinander. Eine Vertiefung der Thematik “Cyber-Security – Cyber Attack and Data Breach – Prepardness and Response” erfolgt in der neuen Webinarreihe der “Deutsche Fachverlag GmbH”; Einzelheiten hierzu rufen Sie bitte ab unter www.ruw.de/security.

Dr. Martina Koster, Ressortleiterin Wirtschaftsrecht

 
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